Website-Relaunch: Die Checkliste in 10 Schritten
Ein Relaunch scheitert selten am Design. Er scheitert an vergessenen Weiterleitungen, an Inhalten, die zu spät kommen, und an Entscheidungen, die niemand getroffen hat. Diese Checkliste fasst zusammen, was wir bei jedem Website-Relaunch abarbeiten, von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Kontrolle nach dem Go-Live.
1. Bestandsaufnahme: messen, bevor Sie etwas ändern
Welche Seiten gibt es, welche davon bringen Besucher und Anfragen, welche sind tot? Ein Blick in die Google Search Console und in die Statistik zeigt, was erhalten bleiben muss. Dazu gehört eine Liste aller URLs aus der Sitemap. Sie ist später die Grundlage der Weiterleitungen.
2. Ziele und Zielgruppe festlegen
Was soll die neue Website besser können? Mehr Anfragen, ein klarerer Auftritt, Selbstpflege, ein Shop. Ohne Ziel lässt sich am Ende nicht sagen, ob der Relaunch gelungen ist. Wer die Website besucht und was er dort sucht, bestimmt Struktur und Ton.
3. Struktur vor Design
Navigation, Seitenhierarchie und die Frage, welche Inhalte zusammengelegt oder gestrichen werden. Gewachsene Websites haben oft zu viele dünne Seiten. Weniger Seiten mit mehr Substanz ranken besser und sind leichter zu pflegen.
4. Inhalte zuerst
Texte und Bilder sind der größte Zeitfaktor. Wer sie vor dem Design sammelt, spart Wochen. Alte Texte übernehmen, kürzen, erweitern; fehlende schreiben; Bilder in passender Auflösung beschaffen oder ein Shooting planen.
5. Corporate Design prüfen
Passt das bestehende Corporate Design noch, oder soll der Relaunch auch die Marke erneuern? Logo, Farben und Schriften müssen vor dem Screendesign feststehen, sonst wird das Design zweimal gebaut.
6. Technik: eigenes Theme statt Baukasten
Ein individuelles WordPress-Theme enthält nur, was die Website braucht. Das macht sie schneller und sicherer als ein gekauftes Theme mit Pagebuilder. Dazu gehören Hosting-Check, PHP-Version, SSL und ein Backup-Konzept.
7. SEO von Anfang an
Überschriften, Meta-Titel und Beschreibungen, strukturierte Daten zur Firma, FAQ, interne Links und sprechende URLs entstehen mit den Inhalten, nicht danach. Wer SEO ans Ende schiebt, baut nach.
8. Weiterleitungen: jede alte URL braucht ein Ziel
Die Liste aus Schritt 1 wird zur Weiterleitungskarte: alte URL, neue URL, Statuscode 301. Inhalte ohne Nachfolger bekommen ein 410. Die Regeln werden vor dem Go-Live getestet, jede einzeln. Das ist der Schritt, der Rankings rettet oder vernichtet.
9. Rechtliches und Consent
Impressum, Datenschutzerklärung, AGB im Shop, Cookie-Banner, der Dienste wirklich blockiert. Formulare mit Einwilligung und ohne Drittanbieter, wo es geht.
10. Go-Live und Kontrolle
Umschalten, dann prüfen: alle Seiten erreichbar, Weiterleitungen greifen, Formulare senden, Sitemap aktuell, Search Console ohne Fehler, Ladezeit im grünen Bereich. In den Wochen danach Rankings beobachten. Dann übernimmt die Wartung.
Wie lange dauert das?
Je nach Umfang Ihres Projekts. Die Technik ist planbar, die Inhalte sind es selten. Unser Rat: Starten Sie mit den Texten, bevor Sie über das Design sprechen. Beispiele aus der Praxis zeigen unsere Referenzen, etwa Camping Kaul, Thomas+Roensch oder inter-dental.



